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"Größtmöglicher fußballerischer Erfolg als Plattform der Werte unserer Mitglieder"

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung nahm sich unser Oke Göttlich am Mittwochabend (27.11.) in den Messehallen sehr viel Zeit, um über das vergangene Jahr zu sprechen. Unser Präsident blickte dabei auf alle Bereiche im Verein und so sprach er ausführlich über...

...den Sport: "Wir müssen festhalten, dass seit der Saison 2011/2012 die Platzierungen 4, 10, 8, 15, 4, 7, 12, 9 präsidiums-, trainer- und sportdirektorenübergreifend nur dreimal dem entsprochen haben, wo unser Selbstverständnis mindestens liegen muss. Wir haben mit den Verantwortlichen auf einen Weg verständigt: Wir fordern Leidenschaft, Klarheit und eine inhaltlich fundierte und datengestützter Struktur, die für die Entwicklung und Stärkung junger Spieler, ein aktives Fußballspiel und den sukzessiven Aufbau von fußballprofessionellen Einnahmequellen wie Transfererlöse im Blick hat. Und das mit einer bewussten Entscheidung für zwei ehrgeizige, fleißige Kollegen Jos Luhukay und Andreas Bornemann, die diesen Weg bereits auf anderen Stationen nachhaltig nachgewiesen haben.

Diese Leidenschaft und dieses Feuer ist ein wünschenswerter Zustand, um die Dinge in Bewegung zu bringen und zum Nachdenken bei jedem Einzelnen anzuregen. Diesen Weg beschreiten wir nicht naiv, aber kontinuierlich. Wir hinterfragen inhaltlich. Aus diesem Grund danken wir euch Jos und Andreas, dass ihr diese Dinge zunächst intern beantwortet und ansprecht und wenn es sein muss auch öffentlich. Und so empfindlich, dies gleich als Generalkritik oder den Untergang einzelner Personen oder gar des ganzen Vereins zu sehen, sind wir auf St. Pauli nicht.

Denn es müssen konstruktive, lösungsorientierte Antworten auf ein schnelllebiges Fußballgeschäft gefunden werden – und dies systematisch wie kontinuierlich. Wir wollen Ambition, wir wollen Leistungsbereitschaft. Das ist Profisport. Und dies mit einem Trainer, der im persönlichen Gespräch anders als von geschichteninteressierter Öffentlichkeit sehr inhaltsstark, offen und freundlich agiert. Nur mit dieser Einstellung und sportlichem Erfolg, können wir unsere Entwicklung fortsetzen und verbessern."

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...die Entwicklung des Vereins: "Legen wir die vergangenen fünf Jahre zugrunde, haben wir heute über 30.000 Mitglieder, was ein Wachstum von ca. 45 Prozent bedeutet, einen Rekordumsatz von 55,10 Mio. Euro, ein Wachstum der Eigenkapitalquote um 42 Prozent auf dieses Jahr ca. 23 Prozent, Verbindlichkeiten allein im vergangenen Jahr um 11 Mio. euro getilgt und einen Anstieg an lohnbuchhalterisch erfassten Mitarbeiterinnen um mehr als 60 Prozent auf ca. 600. Legen wir unsere Entwicklung im Sport daneben, stagnieren wir bei einem Etat- sowie Fernseheinnahme-Platz im oberen Drittel der Liga seit der Saison 2011/2012. Eine Entwicklung des Clubs wie beschrieben, ist nur auf Basis von sportlichem Erfolg halt- und ausbaubar. Aus diesem Grund kann es gar keine andere Perspektive geben, als dass der Profifußball unser Fundament ist, mit dem wir nahezu alle anderen und sozialen Aktivitäten betreiben und Jobs sichern und schaffen. Aus diesem Grund müssen wir alles daransetzen, die sportliche Situation in einem hochkompetitiven, kapitalintensiven Umfeld zu verbessern.

Dabei ist der Wettbewerbsvergleich von großer Relevanz. Wir haben zwar innerhalb der letzten fünf Jahre den Sportetat jedes Jahr erhöht, aber nicht relativ zum Wettbewerb. Wir müssen uns Jahr für Jahr strecken, um mit den Finanzmodellen anderer Standorte standhalten zu können. In der 2. und 3. Liga tummeln sich Clubs mit zwei bis dreistelligen Millionenspritzen zusätzlich der Einnahmen aus dem Fußballsystem. Wir als mitgliederverpflichteter Verein haben all diese Möglichkeiten nicht. Genauso wenig wie wir derzeit den Stadionnamen verkaufen. Und wir überprüfen und diskutieren Sponsorings soweit, dass wir sie absagen. Dazu bezahlen wir unser eigenes Stadion ab und melden auch unsere U23, wie viele andere Clubs nicht ab. Wir dulden keine Werbung unmittelbar vor dem Anpfiff und präsentieren keine Ecken. Themen, die uns pro Jahr einen vielfachen Millionenbetrag in diesem harten Wettbewerb kosten. Und zwar aus Überzeugung, dass ein anderer Fußball auf St. Pauli möglich sein kann, der Werte thematisiert und verhandelt, aber am Ende nicht unsere Wettbewerbsbedingungen weiter reduziert und im sportlichen stagnieren lässt. Wir wollen den größtmöglichen fußballerischen Erfolg als Plattform der Werte unserer Mitglieder. Dies ist für dieses Präsidium nicht verhandelbar.

Erstmals in diesem Verein stellen sich alle Verantwortungsträgerinnen allen Anregungen, Fragen und Kritik. Aber öffentlich über- statt miteinander zu sprechen, verlässt diesen Raum für Diskussionen, den wir bedienen können. Wir beschreiten seit fünf Jahren nachweislich einen Weg, der den FC St. Pauli auf allen Ebenen nachhaltiger, fairer, transparenter und professioneller macht. Sonst wären diese Wachstüme in allen Bereichen nicht zu managen. Wie dies zukünftig auch in der bisherigen Gremien- und Satzungstruktur möglich ist, darüber müssen sich der Aufsichtsrat und dieses Präsidium in den nächsten 24 Monaten ernsthaft Gedanken machen."

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...die Finanzen: "Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein, der bewusst auf Mittel verzichtet und sich damit einen selbstgemachten Wettbewerbsnachteil schafft, wirtschaftliche Erfolge erzielt – und das bereits zum achten Mal in Folge. Der Verein hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Verbindlichkeiten um 11 Millionen Euro vermindern können und das Eigenkapital dadurch stärken können.

Wir stellen uns stetig die strategische Frage, wie unsere Finanzierungskonzepte für die Zukunft aussehen. Dabei sind steuerrechtliche Fragen und äußere Einflussfaktoren wie die Infragestellung der Gemeinnützigkeit im Profisport ständige Begleiterscheinung. Dass wir uns angesichts der Wettbewerbssituation neue Formen der Mittelakquise sehr genau anschauen, gehört dabei in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zu unseren priorisierten Themen. Es geht darum, ligaunabhängige Einnahmequellen zu erschließen. Wann und wie wir uns dem Thema Genossenschaft nähern, werden wir in Abstimmung mit Gremien, Mitgliedern und Fanvertretungen weiter sehr genau im Auge behalten. Denn diese Form ist eine, die der Grundlage unseres Miteinanders sehr nahekommt.

Darüber hinaus hatten wir im vergangenen Jahr einen Antrag zur Prüfung einer zweiten Anzeigetafel. Es gibt Überlegungen und auch bereits eine erste Machbarkeitsstudie für eine Eckbebauung zwischen der Nord- und Haupttribüne. In dieser Machbarkeitsstudie ist die Anzeigentafel mit integriert. Dieses Vorhaben hat gegenüber anderen wichtigen infrastrukturellen Themen im Sportbereich derzeit aber keine Priorität."

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...die Struktur und die Geschäftsleiter: "Einen großen Anteil an den vergangenen vier erfolgreichen wirtschaftlichen Jahren hatte neben dem Anstieg der TV-Einnahmen unser Ende September ausgeschiedener kaufmännischer Geschäftsleiter Andreas Rettig. Wir haben Andreas gebührend in seinem Sinne verabschiedet. An dieser Stelle möchte ich ihm nach Köln ein Dankeschön im Namen des Vereins senden. Gemeinsam mit den Kolleg*innen aus der Geschäftsstelle und aus dem Präsidium hat Andreas den Verein maßgeblich weiterentwickelt und professionalisiert.

Den immer komplexer werdenden Herausforderungen im Profifußball haben wir Rechnung getragen und die Aufgaben auf die Experten in ihren jeweiligen Bereichen verteilt. Wir freuen uns, dass die neuen Geschäftsleiter Martin Urban, Bernd von Geldern, Martin Drust, Michael Thomsen und Thomas Michael diese Herausforderung angenommen haben, ihre Bereiche auf der Geschäftsstelle führen und an das Präsidium berichten. Ergänzt wurde dieses Gremium durch Roger Stilz, der weiterhin als Leiter NLZ fungiert, aber durch diese Einbindung eine noch größere Vernetzung zwischen unseren beiden Standorten aus kaufmännischer Geschäftsstelle im Stadion und dem Sport an der Kollaustraße herstellt.."

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...die Vermarktung: "Neben dem Zurückholen der Merchandising-Rechte haben wir in diesem Jahr auch noch geschafft die Eigenvermarktung seit dem 1. Juli in die Struktur zu integrieren. Unter Führung und Leitung durch Bernd von Geldern und Dirk Schlünz haben wir ein komplett neues Team aufgebaut und sind sehr froh über die neuen Kolleg*innen, die sich sehr schnell integriert haben. Erste Aufgabe war es, den Übergang für die Sponsoren möglichst störungsfrei zu organisieren und gleichzeitig in der Phase vor der Saison, die Hospitality und VIP- Kunden zu betreuen. Das kostet uns jetzt viel Arbeit und Mühe, aber wird strategisch und perspektivisch einen hohen Wert haben. Hier hat das Team hervorragende Arbeit geleistet, so dass wir heute absehen können, dass es eine positive unternehmerische Entscheidung war.

Nichtsdestotrotz möchte ich, und so gehört es sich auch nach einer über zehn Jahre langen Partnerschaft auch, U!Sports, in Person Robert Hoene und seinem Team, Danke sagen für so lange Jahre tolle Arbeit und Einsatz für diesen Verein. Ein großer Dank geht auch an Benny Bendel, der 13 Jahre lang verantwortungsvoll den Bereich Catering/Event geleitet und uns im Sommer mitgeteilt hat, dass er sich verändern möchte. Wir wünschen ihm alles Gute für seinen Weg und sagen Danke!

Rückblickend war 2018/19 übrigens wirtschaftlich das beste Jahr im Bereich Merchandising, seit wir die Merchandising-Rechte zurückgekauft haben. Weil auch das laufende Jahr sehr gut läuft, rechnen wir damit, dass wir mit Ablauf des aktuellen Jahres, also nach 3 1/2 Jahren, den damaligen Kaufpreis wieder zurückverdient und einen nennenswerten Wert für den FCSP geschaffen haben. Inhaltlich haben wir weiter an der Umstellung auf nachhaltige Produkte gearbeitet und große Fortschritte gemacht."

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...das Marketing: "Starke und soziale Projekte mit unseren Partnern voranzutreiben, Haltung zu zeigen und eben wichtige Statements zu setzen – das hat unser Verein der Arbeit von Martin Drust zu verdanken. Ein Beispiel sei hier mit Ben & Jerry’s und dem gemeinsamen Eisbecher 'Melting Pott' genannt. Rund 150.000 Euro konnten mit dem Verkauf generiert werden, die an Initiativen gehen, die sich für eine bunte Gesellschaft einsetzen. Ich kenne keinen Verein, der in dieser Größenordnung Initiativen unterstützt.

Auch die #waldverbesserer-Kampagne mit der Techniker Krankenkasse, die versucht, mit Bäumen einen Beitrag zur Milderung der Klimakrise zu leisten ist keine Lösung aller Probleme, aber ein wichtiger Beitrag zur Bewußtmachung. Soziale Verantwortung und Wertevermittlung ist uns auch beim Thema eFootball ein großes Anliegen, wo wir uns mit unserem Partner congstar engagieren. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass wir nicht einfach nur in der Virtuellen Bundesliga an den Start gehen, sondern auch die Rabauken mit einbinden und den Kids auf spielerische Art und Weise einen geordneten Umgang mit digitalen Medien beibringen.

Für digitale Aufmerksamkeit sorgte mit über 13 Millionen Impressions auch die erfolgreiche US-Tour der Profis, die mit einem erneuten Dokumentarfilm abgeschlossen wurde. Dieser war gleichzeitig das letzte Projekt von Medienchef Christoph Pieper, der nach acht Jahren den FCSP im Sommer verlassen und sich Bundesligist Werder Bremen angeschlossen hat. An dieser Stelle ein großes Dankeschön Christoph, für Deine tolle Arbeit in all den Jahren."

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...die DFL: "Erstmals ist es dem FC St. Pauli gelungen, für die kommenden drei Jahre eine Rolle im Präsidium der DFL zu übernehmen. Dies ist für unseren Verein deshalb so wichtig, weil dort über die Form des Wettbewerbs und auch die Verteilung der TV-Einnahmen, des größten Geldgebers aller Fußballvereine, wichtige Weichen gestellt werden. Dies ist eine führende Rolle, bei der die Stimme des FC St. Pauli sehr wichtig ist und die Zweitligisten uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Eine Stimme, die sich gegen geschlossene Ligasysteme, gegen ein weiteres finanzielles Auseinderdriften zwischen 1. und 2. Liga und ein Beibehalt der 50+1-Regel wie auch Fragen der Fankultur einsetzt. Auch dies ist für die Entwicklung unseres Vereins und auch schneller Reaktionen auf sich verändernde Rahmenbedingungen relevant. Es ist keine Rolle, die hier Popularitätspreise gewinnt, aber ich verspreche, mich als Teil des DFL-Präsidiums intern für unsere Überzeugungen und Vorstellungen einzusetzen. Neben mir tun dies Andreas Bornemann in der Kommission Sport, Martin Drust in der Kommission Marketing, Bernd von Geldern in der Kommission Internationalisierung und René Wenck in der Kommission Finanzen."

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...den Bereich CSR: "Der Auf- und Ausbau des gesellschaftlichen Engagements des FC St. Pauli ist ein Projekt, welches wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat erstmals in der Geschichte des Vereins auch nach innen getragen haben. Es ist wichtig, dass wir Themen, für die wir außen immer wahrgenommen wurden, weil Ihr – unsere Mitglieder – sie immer wieder vorangetrieben habt, intern implementieren. Denn erstens fußt der FC St. Pauli nicht nur auf das Engagement unserer Mitglieder und der Fanszene, sondern eben auch auf die Zusammenarbeit mit dem Stadtteil und seinen Menschen.

Gerade in den Themen Obdachlosigkeit und Bildung engagieren wir uns in vielfältigster Weise, wie unsere Veranstaltung "St. Pauli sind wir alle" oder Projekte mit unserer Partnerschule der Stadtteilschule "Am Hafen" zeigen. Insbesondere und das möchte ich vor dem Hintergrund der letzten Wochen betonen, gilt diese Überzeugung für Menschen mit Behinderung. Dazu gehört die weitere Professionalisierung des Inklusionsbereichs des FC St. Pauli. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir sehr, dass wir mit Birgit Hadatzsch eine neue Behindertenfanbeauftragte gefunden haben und diese nun als dritte offizielle Fanbeauftragte das Team im Fanladen komplettiert.

Aber wir müssen im gesellschaftlichen Engagement noch besser werden. Gerade ökologische Aspekte sind im Verein noch nicht angegangen und wir müssen und wollen eine viel aktivere Rolle im Klimaschutz spielen. Vor diesem Hintergrund begrüße ich ausdrücklich das Engagement von Mitarbeiter*innen unserer Geschäftsstelle, die sich ehrenamtlich in der AG Umwelt engagieren. Vielen Dank!"

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...den Amateursport: "Den Verein als einen Verein zu begreifen – das ist die gemeinsame Linie von Präsidium und Amateurvorstand. Das Präsidium und der Amateurvorstand haben dafür einen Grundlagenvertrag unterzeichnet, der die Rolle des Amateursports im Verein stärkt. Daraus abgeleitet wurden Strukturen erarbeitet, die die Zusammenarbeit in den Abteilungen sowie zwischen Abteilungen und Geschäftsstelle regeln. Das passiert immer mit dem Ziel, die Autonomie der Abteilungen zu erhalten, dabei Transparenz und Mitbestimmung in den Abteilungen zu stärken und die ehrenamtliche Arbeit in den Abteilungen zu erleichtern. Ich freue mich, dass die Abteilungen zunehmend zusammenarbeiten. Tolle Beispiele sind die gemeinsame Organisation der Teilnahme an der CSD-Parade, oder das Angebot abteilungsübergreifender Trainingsangebote.

Der FCSP ist schon länger im Bereich Fußball in Hamburg und auf Bundesebene sehr gut vernetzt. Im vergangenen Jahr haben wir die Vernetzung im Sinne aller Sportarten in Hamburg dank Thomas Michael vorangetrieben. Das heißt, wir haben die Kontaktpflege in Parlamente und Behörden intensiviert und über Ämter in Verbänden mehr Verantwortung übernommen.

Wir brauchen das, um die Themen in euren Abteilungen besser vertreten zu können. Ein Beispiel sind die Sportanlagen, auf denen ihr Sport treibt, wie die Feldarena, oder die heute noch fehlen. Stichwort Feldarena: Wir wollen wirklich zeitnah eine Lösung mit den Fußballabteilungen finden, dass wir die Plätze in einen besseren Zustand bringen. Viele der Gespräche, die wir hier führen, können wir nicht immer unmittelbar zu kommunizieren. Meine Bitte an euch ist: Auch wenn ihr nicht immer gleich etwas hört, wir sind trotzdem intensiv am Ball. Vertraut Thomas Michael und uns da bitte ein Stück weit."

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...das Nachwuchsleistungzentrum: "Vertrauen ist ein Teil der Basis, welche die gute Zusammenarbeit zwischen dem Profibereich und dem NLZ, unter der Leitung von Roger Stilz und Björn Benke, ausmacht. Das Ziel muss weiterhin sein, die Durchlässigkeit in den Profibereich zu erhöhen. Und die ersten Früchte konnten bereits jetzt geerntet werden: Unsere NLZ-Spieler kamen so oft in der Lizenzmannschaft zum Einsatz wie seit vielen Jahren nicht mehr. Innenverteidiger Florian Carstens schaffte bis dato 22, Mittelfeldspieler Ersin Zehir 21 Einsätze, U20-Nationalspieler Finn Ole Becker 17 Einsätze. Zudem liefe die Flügelspieler Luis Coordes und Christian Conteh drei- bzw. sieben Mal für die Profis auf. 

Nicht zuletzt untermauert der Sport die Zusammenarbeit von NLZ und Profiabteilung, indem auch Mitarbeiter*innen, die sich im NLZ bewiesen haben, seit Sommer bei den Profis ihren Dienst verrichten: Jannik Niden gehört als Video-Analyst ebenso zum Trainerteam von Jos Luhukay wie Athletiktrainer Karim Rashwan. Und auch wenn das U23-Team bis zum letzten Spieltag der abgelaufenen Saison um den Klassenerhalt kämpfen musste, darf die vergangene Spielzeit für das Nachwuchsleistungszentrum insgesamt als großer Erfolg gewertet werden, nachdem die Bundesliga-Teams U19 und U17 historische Schlussplatzierungen erreichten (die U19 wurde Vierter, die U17 Sechster). Und ebenso arbeiten wir mit Hochdruck daran eine Spielstätte für die U23 und eventuell auch weiteren Teams in Hamburg zu finden.

All dies und auch das gehört zu den Besonderheiten dieses Vereins und wäre ohne die AFM und ihrem millionenstarken Beitrag für das NLZ nicht möglich. Die starke Verbundenheit zur AFM zeigt nicht zuletzt, dass alle Nachwuchsmannschaften in dieser Jubiläums-Saison mit dem Logo der AFM auf dem Ärmel ihre Spiele bestreiten. Alles Gute zum 20-jährigen Bestehen, liebe AFM! Last uns weiter gut zusammenarbeiten und noch mehr Lösungen für die kommenden 20 Jahre entwickeln!

Denn nur dies kann unser Weg sein: Mit langjähriger und kontinuierlicher Arbeit den steigenden Ambitionen und immer kapitalintensiveren Maßnahmen mit der Kraft unserer Community zu begegnen. Jungen und talentierten Spielern mit leistungsförderndsten Trainern, einer deutlich verbesserten Infrastruktur, einer tollen Stadt und einer tollen Plattform die Möglichkeiten zu bieten, für sich und damit den Verein erfolgreich zu sein."

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Zum Abschluss seiner Rede betonte Göttlich: "Nur dies kann unser Weg sein: Mit langjähriger und kontinuierlicher Arbeit den steigenden Ambitionen und immer kapitalintensiveren Maßnahmen mit der Kraft unserer Community zu begegnen. Jungen und talentierten Spielern mit leistungsförderndsten Trainern, einer deutlich verbesserten Infrastruktur, einer tollen Stadt und einer tollen Plattform die Möglichkeiten zu bieten, für sich und damit den Verein erfolgreich zu sein.

Aus diesem Grund wollen wir in den kommenden zwei Jahren ein Fundament legen, welches politisch verantwortliches Handeln und langfristige Existenzsicherung durch profifußballstärkende Maßnahmen ermöglicht, durch die Säulen: Empfehlung und Erarbeitung einer zukunftsfähigen Gremien- und Organisationsstruktur, Ausbau von sportinfrastrukturellen Gegebenheiten sowie Strukturierung und Akquise weiterer Investionsmittel. Und wie ich bereits beschrieben habe: Gebt den handelnden Personen im Verein den Raum, um die Ziele unseres FC St. Pauli in Eurem Sinne zu erreichen. Ich danke Euch für Eure Unterstützung und schlage die Entlastung des Amateurvorstandes vor!"

 

(akö/hb)

Fotos: Witters

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